Samstag, 20. Februar 2010

Ab nach South Carolina

Ich war bereits hell wach, als mein Wecker um 5 in der Frühe (Mitteleuropäische Zeit) geklingelt hat. Nachdem ich mich angezogen und nochmals überprüft hatte, ob ich auch alles dabei habe, war es dann auch schon Zeit, an den Flughafen Frankfurt zu fahren. Seit meinem letzten Trip über den Teich sind die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verstärkt wurden. Nicht nur hat man mich abgetastet (sogar der Bund meiner Unterhose wurde abgegriffen), auch meinen  Rucksack musste ich ganz auspacken und mein Laptop und mein Handy wurden nach Spuren von Sprengstoff überprüft. Dann durfte ich noch 90 Minuten warten, bevor ich durchs Gate und ins Flugzeug gelassen wurde.

Zehn Stunden später kam ich am Hartsfield-Jackson International Airport in Atlanta, Georgia, USA an. Lokale Uhrzeit: 13:30. Einreise, Kofferaufnahme, Kofferabgabe, Security Check und schließlich erneute Kofferaufnahme dauerten die üblichen zwei Stunden. Soweit ich weiß, ist Atlanta der größte Flughafen der Welt. Seit meinem letzten Besuch dort ist er sogar noch größer geworden. Daher hatte ich erst einmal das Problem, den Mietwagenschalter zu finden. Wie sich rausgestellt hat, sitzen die ganzen Mietwagenagenturen jetzt in einem eigenen Gebäude.



Teil Zwei meiner Reise war die Fahrt von Atlanta, GA nach Florence, South Carolina - ein weiterer fünf Stunden Trip. In den USA Auto zu fahren ist weniger stressig als in Deutschland. Das fängt damit an, dass jeder Mietwagen mit Tempomat ausgestattet ist. Somit muss man nicht die ganze Zeit den Fuß auf dem Gas haben (zumindest, wenn man herausgefunden hat, wie man den Tempomat einschaltet). Dazu kommt, dass die Menschen hier in den Staaten weniger aggressiv fahren. Trotzdem gibt es einiges, an das man sich erst gewöhnen muss. Die Ampeln hängen auf der anderen Seite der Kreuzungen; auch das Überholen auf der rechten Seite ist erlaubt und es gibt kein Gesetz, laut dem man sich immer rechts halten soll. Außerdem sind die Highways und Interstates nach einem bestimmten System mit Nummer und Richtung benannt, sodass man zu jeder Zeit weiß, wo man gerade hinfährt. Ungerade Nummern verlaufen in Nord-Süd-Richtung und gerade Nummern in Ost-West-Richtung. Um von Atlanta nach Florence zu gelangen, musste ich also nichts weiter tun, als auf die I-285 East zu fahren, nach 17 Meilen auf die I-20 East zu wechseln und dann irgendwann (nach 293 Meilen) in Florence von der Interstate ab zu fahren.


Als ich zum ersten Mal in die USA geflogen bin, war ich darauf vorbereitet, größere Autos, breitere Straßen und Städte zu sehen, die nicht wie europäische zusammengestaucht sind. Trotzdem konnte mich nichts auf die Weite des Landes vorbereiten, von deren Anblick ist überwältigt wurde. Sogar die Wolken am Himmel schienen viel größer zu sein! Fährt man durch diese weite Landschaft, kommt man sich sehr klein, aber auch sehr frei vor. Außerdem ist eine lange Fahrt mit Musik, zu der man mitsingen kann, eh das Beste.

Ich glaube, es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, dass auf langen Reisen immer etwas schiefgehen muss. Obwohl ich mir die genaue Wegbeschreibung bei Google Maps ausgedruckt habe, hatte ich Schwierigkeiten, die Zieladresse zu finden. Ich wette, dass mindestens eine Person die Polizei gerufen hat, um ein verdächtiges Auto zu melden, dass gerade zum achten Mal an ihrem Haus vorbeigefahren ist. Wenigstens habe ich so schon einen Teil von Florence gesehen und konnte mir gleich ein paar Straßennamen merken.

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